7 Tipps, wie Sie kritische Website-Probleme lösen

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Dieser Guide soll Ihnen Hilfestellung zu den gängigsten Website-Problemen geben und wie sie behoben werden können. Da Probleme mit Websites verschiedene Hintergründe haben können, gehen wir hier nur auf die Grundlegendsten ein und geben Informationen dazu, was diese Fehler hervorruft und wie Sie diese beseitigen können.

„Website nicht sicher“ – Probleme mit der SSL-Verschlüsselung

Ein Problem mit dem SSL Zertifikat erkennt man relativ schnell an der Meldung im Browser „Seite nicht sicher“ bzw. „Verbindung nicht sicher“. Sie ist links in der Adressleiste aufzufinden.

Auch wenn Ihre Website nicht richtig geladen wird oder eine andere Fehlermeldung anzeigt, ist es möglich, dass das Problem mit der SSL-Verschlüsselung zusammenhängt. Dies kann verschiedene Ursachen haben, z. B. ein falsch konfiguriertes, abgelaufenes oder fehlendes SSL-Zertifikat.

Um dieses Problem zu lösen, müssen Sie das SSL-Zertifikat überprüfen und damit zusammenhängende Fehler beheben. Sie können das Online-Tool von SSL Labs oder andere verwenden, die Ihnen bei der Fehlersuche im Zertifikat helfen und die Fehlerursache aufdecken.

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Sofern Ihr Webhoster keine kostenfreien SSL-Zertifikate anbietet, müssen Sie ein zusätzliches erwerben und dann installieren. Informationen zur Installation erhalten Sie grundsätzlich bei Ihrem Hoster.

Fehlerhafte Verlinkungen oder Weiterleitungen

Wie jeder andere Teil Ihrer Website, müssen auch die einzelnen Seiten korrekt konfiguriert und verlinkt werden, damit Ihre Besucher problemlos durch Ihre Website navigieren können. Wenn eine der Seiten fehlerhaft ist, defekte Links oder Weiterleitungen vorhanden sind, kommt der Besucher nicht auf die gewünschte Seite. Das stellt ein schwerwiegendes Problem dar, vor allem wenn die Zielseite eine per Gesetz notwendige Seite (Impressum, Datenschutz etc.) ist.

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Um diese Fehler zu beheben, wird ein Tool benötigt, dass Ihre Website auf defekte Links überprüft. Zur Auswahl stehen viele verschiedene: Ein kostenfreies ist die Google Search Console, womit Sie fehlerhafte Links auf Ihrer Website identifizieren können.

Sobald Sie die defekten Links gefunden haben, können Sie die fehlerhaften Verlinkungen korrigieren oder eine Umleitung einrichten und damit Besucher auf die richtige Seite weiterleiten. Auch weist die Search Console Sie kontinuierlich auf Fehler Ihrer Website hin, damit Sie diese zeitnah beheben können.

Probleme mit mobilen Endgeräten wie Smartphones & Tablets

Sie sollten vermeiden, eine Website zu betreiben, die nicht für mobile Endgeräte optimiert ist.

Eine Google-Studie hat die Relevanz eindeutig gezeigt:

  • 48% der Nutzer waren frustriert oder genervt, wenn sie eine Seite besuchten, die nicht mobil optimiert war
  • 36% waren überzeugt, ihre Zeit damit verschwendet zu haben, diese Seiten zu besuchen
  • 52% der Nutzer würden eher darauf verzichten, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten, wenn die Erfahrung auf mobilen Geräten schlecht ist
  • 48% haben das Gefühl, dass sich Unternehmen nicht um ihr Unternehmen kümmern, wenn die Seite nicht korrekt auf den Smartphones funktioniert
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Warum aber werden Websites auf Smartphones & Tablets falsch dargestellt?

Das liegt hauptsächlich daran, dass sich Technologien, Designs und zusätzliche Anforderungen ständig weiterentwickeln, die Betreiber Ihre Websites jedoch über lange Zeiträume hinweg nicht anpassen und warten.

Zusätzlich nutzen wir heute fast ausschließlich mobile Endgeräte, um privat zu surfen. Dort steht viel weniger Platz zur Verfügung, um den Seiteninhalt anzuzeigen. Layout-Probleme fallen also schneller auf.

Responsive Layout einer Website überprüfen

Der einfachste Test zur Feststellung von Website-Layout Probleme ist, Ihre Website auf einem Smartphone oder Tablet aufzurufen und durch die Webseiten zu navigieren. Alternativ können Sie Ihre Website am Browser öffnen und das Fenster auf Smartphone-Größe anpassen.

Problematisch ist es, wenn die Inhalte auf den Seiten nicht korrekt oder schwer leserlich angezeigt werden. Oft ist auch nur ein Teil der Website zu sehen und es ist schwierig zu scrollen oder Menüpunkte zu klicken. Wenn das passiert, ist die Website nicht für mobile Endgeräte optimiert.

Was können Sie also tun, um die Anzeige auf Ihrer Website zu verbessern?

In diesem Fall müssen Layout, Design, Schriftgrößen, Menüs etc. der Website komplett für mobile Endgeräte und deren Bildschirmgröße angepasst werden. Man spricht dabei von „Responsive Design“. Ist ihre Website bereits in die Jahre gekommen, ist es meist sinnvoller ein komplett neues Design zu entwerfen und dieses gleich responsive umzusetzen.

Schlechter Website-Aufbau und negative Nutzererfahrung

Ein schlechter, struktureller Aufbau einer Website stellt Besucher vor eine unnötige Hürde. Sind die Inhalte einer Website nicht sinnvoll und zielführend strukturiert, werden Besucher Ihre Website schnell wieder verlassen. Auch in Bezug auf das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eine optimierte und benutzerfreundliche Struktur notwendig. Dabei sind folgende Punkte relevant:

  • Link-Struktur (z.B. Navigationsmenü, Interne- & Externe-Verlinkungen, Breadcrumbs)
  • Inhaltsstruktur (z.B. Allgemeiner Seitenaufbau, Überschriften, Kategorisierung)
  • User-Experience (z.B. Anordnung der Elemente)

So überprüfen Sie Ihre Website auf Benutzerfreundlichkeit

  • Das Navigationsmenü bildet die Hauptinhalte Ihrer Website ab
  • Die Inhalte sind übersichtlich gestaltet
  • Informationen sind schnell und einfach zu finden
  • Es gibt keine Probleme sich auf der Seite zu orientieren
  • Es sind keine fehlerhaften Links vorhanden
  • Man erreicht problemlos die gewünschten Seiten

Achtung! Wenn Sie die Website selbst erstellt haben, neigen Sie eher dazu Probleme zu übersehen, da Sie sehr mit dem Aufbau vertraut sind. Lassen Sie daher z. B. Freunde oder Bekannte die Seite aufrufen und nutzen. Stellen Sie Ihnen danach Fragen zu den genannten Punkten und bitten Sie um ehrliches Feedback, um mögliche Probleme zu erkennen. Gerne geben auch wir Ihnen Feedback dazu.

Probleme einer veralteten Website

Die Probleme von veralteten Websites sind vielfältig und vereinen meist mehrere der im Beitrag aufgeführten Probleme. Auf den ersten Blick sind sie bereits am Design zu erkennen. Aber auch Texte, Bilder, Blog-Inhalte, Links, Impressum und Datenschutzerklärungen sind überwiegend veraltet und fehlerhaft. Auch Mobilgeräte-Optimierung sucht man vergebens.

Im besten Fall schaden Sie Ihrem Image und ziehen keinen positiven Nutzen aus Ihrer Website. Wenn es schlecht läuft, verstoßen Sie gegen Gesetze wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder Wettbewerbs recht und riskieren eine nicht unerhebliche Abmahnung.

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Tatsächlich halten wir es für sinnvoller keine Website zu besitzen, als eine stark veraltete mit Fehlern. Denn das vermittelt folgendes Bild über den Betreiber oder das Unternehmen:

Man besitzt nicht die Zeit, das Interesse oder andere Ressourcen, um sich um eine ordentliche Online-Präsenz zu kümmern.

Die daraus resultierenden Schlussfolgerungen für Besucher oder potenzielle Kunden sind überwiegend negativ. Wenn Sie Ihr eigenes Verhalten im Umgang mit unseriösen Websites und Online-Shops reflektieren, dürften Sie zu einem ähnlichen Ergebnis kommen.

Leider gibt es keine einfache Lösung für veraltete Websites. In den wenigsten Fällen ist es sinnvoll, Fehlerbehebungen und Änderungen vorzunehmen, da eine komplette Neuerstellung oft einfacher und zielführender und somit die bessere Entscheidung ist. Der Arbeitsaufwand ist nicht wesentlich größer und Sie erhalten eine komplett neue, nutzenorientierte Website, um bei Kunden zu glänzen. Wenn Sie dazu Fragen haben, beraten wir Sie dabei gerne.

Fehlendes oder fehlerhaftes Impressum

Ein fehlerhaftes oder fehlendes Impressum ist dringend zu vermeiden. Nach §5 TMG (Telemediengesetz) sind Betreiber einer geschäftsmäßigen Website dazu verpflichtet, ein Impressum zu führen. Dieses muss alle Pflichtangaben enthalten und auf jeder Seite eindeutig erkennbar und zugänglich sein. Andernfalls drohen unnötige Abmahnungen und hohe Kosten.

Pflichtangaben (Stand: Juli 2022)

  1. Der vollständige Name des Betreibers der Website.
  2. Bei juristischen Personen die zusätzliche Angabe der Rechtsform und der vertretungsberechtigten Person (z.B. Kapitalgesellschaften, Vereine, Genossenschaften oder Stiftungen).
  3. Vollständige Anschrift des Wohnsitzes oder der Niederlassung (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort).
  4. Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme bzw. Kommunikation ermöglichen (Telefonnummer & E-Mail).
  5. Wenn eine Tätigkeit ausgeführt wird, die eine behördlichen Zulassung benötigt wird, die Angaben zur zuständigen Aufsichtsbehörde.
  6. Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister, in die sie eingetragen sind, und die entsprechende Registernummer.
  7. Wenn Sie eine Umsatzsteueridentifikationsnummer oder eine Wirtschafts-Identifikationsnummer muss diese ebenfalls angegeben werden (keine Steuernummer).
  8. Wenn sie einem bestimmten Berufszweig angehören: Angaben über die Kammerzugehörigkeit, die gesetzliche Berufsbezeichnung und den Staat, in dem die Berufsbezeichnung verliehen worden ist, die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen und dazu, wie diese zugänglich sind.

Die Erstellung eines vollständigen und korrekten Impressums ist kein Hexenwerk. Im Internet gibt es ausreichend Quellen und auch Impressum-Generatoren, mit denen Sie ganz einfach Ihr Impressum selbst erstellen oder korrigieren können.

Probleme mit dem Datenschutz und Cookies (DSGVO)

Die meisten Website-Verstöße gegen die DSGVO geschehen durch unzureichende Datenschutzerklärungen oder fehlende/unzureichende Cookie-Einstellungen. Auch unverschlüsselte Übertragungen (siehe oben) von personenbezogenen Daten z.B. über Webformulare stellen einen Verstoß dar.

Datenschutzerklärung

Um Datenschutzverstöße zu vermeiden, ist eine Datenschutzerklärung auf der Website notwendig. Diese sollte alle Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllen. Dabei ist zu beachten, dass die Datenschutzerklärung, wie das Impressum, von allen Seiten erreichbar sein muss.

Eine korrekte Datenschutzerklärung kann ziemlich umfangreich sein und ist ohne Rechtsberatung kaum selbst zu erstellen. Glücklicherweise gibt es auch hierfür Online-Generatoren, mit denen sich rechtssichere Dokumente erstellen lassen. Den Inhalt können Sie dann einfach auf Ihrer Website einfügen.

Auch die Cookie-Einstellungen sollten an die neuen Anforderungen der DSGVO angepasst werden.

Mit dem Online-Tool CookieMetrix können Sie überprüfen, ob auf ihrer Website Cookies geladen werden. Hierbei ist zu beachten, dass kostenfrei nur eine Seite pro Suchlauf gescannt wird. Wird z.B. nur auf der Kontaktseite Google Maps geladen, würden das Tool nur dort ein Problem melden.

Wenn Cookies geladen werden ist es wichtig, dass Besucher der Website die Möglichkeit haben, diese gemäß ihren Wünschen abzulehnen oder anzunehmen. Dabei sollten Sie auch berücksichtigen, dass es verschiedene Arten von Cookies gibt (z.B. technische Cookies, Analyse-Cookies etc.) und diese in der Datenschutzerklärung oder Cookie-Richtlinie entsprechend gekennzeichnet und beschrieben werden müssen.

Für WordPress gibt es verschiedene Plugins z.B. Complianz und Borlabs Cookie mit denen Cookies auf Ihrer Seite analysiert und verwaltet werden können. Auch ein Banner wird erstellt, damit Besuch

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